Kasseler Bank eG weiter auf solidem Wachstumskurs

Bilanzgespräch 2016

Die Kasseler Bank eG blickt vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen zufrieden auf das zurückliegende Geschäftsjahr. Das genossenschaftliche Kreditinstitut konnte in 2016 seine stabile Entwicklung weiter fortsetzen und sich als solider Partner in der Region präsentieren, so Martin Schmitt Vorstandsvorsitzender der Kasseler Bank eG anlässlich der diesjährigen Bilanzpressekonferenz.

In Zeiten der Nullzinspolitik bleibt es aber weiterhin eine große Herausforderung erfolgreich Bankgeschäft zu betreiben. „Dass wir abermals ein gutes Ergebnis erzielen konnten, verdanken wir unseren Mitgliedern und Kunden, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, sowie der ausgezeichneten Arbeit und dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ so Schmitt.

Trotz des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus erhöhten sich die klassischen Einlagen der Mitglieder und Kunden, in Form von Spareinlagen, Schuldverschreibungen und anderen Kontoguthaben erneut um über 50 Mio. Euro. Insgesamt sind die von Kundenseite anvertrauten Vermögenswerte damit um weitere rund 100 Mio. Euro angewachsen. Hierzu hat insbesondere das Wertpapiergeschäft beigetragen. Dies ist nach Einschätzung der Bank ein Ergebnis der seit Jahren verfolgten genossenschaftlichen Beratungsstrategie. In über 40.000 Gesprächen hat die Bank gemeinsam mit dem Kunden hier individuelle Anlageformen ausgearbeitet.

Die Vielzahl der Kundengeschäfte findet ihren Ausdruck auch in einer erhöhten Bilanzsumme. Sie konnte im vergangenen Jahr gegenüber 2015 auf 2,03 Mrd. Euro gesteigert werden und hat damit erstmals die 2 Mrd. Eurogrenze überschritten.

Im Kreditgeschäft bewegt sich die Nachfrage sowohl im Wohnungsbau als auch bei den Unternehmen weiterhin auf hohem Niveau. Insgesamt hat die Bank Darlehen in einer Höhe von 215 Millionen Euro vergeben. Dies führt im Vergleich zum Vorjahr zu einer Steigerung des Kreditvolumens um 3 %. Bei in etwa gleichbleibender Höhe von Wohnhausfinanzierungen ist insbesondere die Nachfrage bei Firmenkrediten gestiegen.

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sank der Zinsüberschuss – infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase – auf einen Wert von 2,08 % in Relation zur Bilanzsumme. Das Provisionsergebnis ist mit 12,10 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die Verwaltungsaufwendungen konnten im Jahresverlauf deutlich auf 39,5 Mio. Euro reduziert werden. Nach Abzug von Steuern sowie der Aufstockung der Ermessensreserven liegt der Bilanzgewinn bei 2,34 Mio. Euro.

Der Vertreterversammlung, die am 24. Mai 2017 stattfindet, soll nach derzeitiger Planung eine Dividende von unverändert 4 % als Ausschüttung zu Beschlussfassung vorgeschlagen werden.

Zum Jahreswechsel beschäftigte das Kreditinstitut 437 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Beschäftigtenzahl begründet sich unter anderem durch Auslaufen befristeter Arbeitsverträge und Eintritt in den Vorruhestand.

Im August begannen neun junge Menschen ihre Ausbildung. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Auszubildenden auf 33. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 7,6 %.

Mit insgesamt 365 TEUR hat das genossenschaftliche Geldinstitut im letzten Jahr soziale Einrichtungen und Veranstaltungen im Bereich Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport in Kurhessen und Waldeck unterstützt. Die Bank leistete damit wieder einen wichtigen Beitrag für die Menschen in der Region. Ein großer Anteil der Mittel – insgesamt 50.500 Euro – wurde beim bankeigenen Wettbewerb „Alltags-Helden gesucht“ an die Teilnehmer vergeben. Den Wettbewerb hat das Finanzinstitut, nach dem eindrucksvollen Erfolg im Jubiläumsjahr 2014, nun zum zweiten Mal durchgeführt.

Trends im Zahlungsverkehr weiter ausgebaut
Nach der erfolgreichen Einführung der girocard kontaktlos ging die Bank gemeinsam mit der genossenschaftliche FinanzGruppe den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung der girocard als flexibles Zahlungsinstrument.
Seit Anfang Dezember testen Mitarbeiter der Kasseler Bank eG bis Mitte 2017 das Bezahlen per Smartphone auf Basis der girocard erstmals im realen Umfeld. Zielsetzung des Pilots ist die technische Infrastruktur zu testen und erste Erkenntnisse zur Nutzung und Nutzbarkeit zu gewinnen. Bereits die Erfahrungen in den ersten Wochen der Testphase zeigen, dass das Bezahlen mit dem Handy mit girocard mobile aus technischer Sicht einwandfrei funktioniert. Händler sowie Teilnehmer der Pilotstudie sind von dem neuen Bezahlverfahren überzeugt.

Ausblick: Veränderung der Öffnungszeiten
Zum 13. Februar 2017 wird die Bank in 18 Filialen ihre Öffnungszeiten verändern. Mit der Kürzung der reinen Servicezeiten reagiert das Finanzinstitut auf geändertes Verbraucherverhalten.

„Einfache Vorgänge werden immer weniger in den Filialen getätigt. Viele Aufträge wie Überweisungen, Kontostandsabfragen und Wertpapierorder erledigen die Kunden online oder am Telefon“, so Schmitt. und ergänzt: „Eine Entscheidung für die Reduzierung der Öffnungszeiten ist gleichzeitig eine Entscheidung für den Erhalt des aktuellen Zweigstellennetzes, denn wir können so unser Leistungsangebot bündeln und weiterhin vor Ort präsent sein. Für Kundenberatungen stehen wir unverändert auch außerhalb der Öffnungszeiten unseren Mitgliedern und Kunden zur Verfügung.“

Hier bietet das Finanzinstitut bankweit Beratungszeiten von 8 – 20 Uhr an. „Unseren Kunden gibt dies die Möglichkeit ihre Bankgeschäfte flexibel in ihren Alltag einzubauen“, so Schmitt abschließend.

Für das Jahr 2017 rechnet die Bank trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase mit stabiler Vermögens- und Ertragslage.